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  • Nachhaltige Finanzen: Kommission begrüßt Einigung über eine neue Generation von kohlenstoffarmen Benchmarks

26.02.2019 Brüssel. Die Kommission hat heute (Dienstag) die Einigung von Europäischem Parlament und den Mitgliedstaaten über eine neue Generation von Referenzwerten für CO2-arme Investitionen begrüßt. Damit können Investitionen in nachhaltige Projekte und Anlagen gefördert werden. Das Europäische Parlament und der Rat müssen die Regeln noch formell genehmigen.

Der für den Euro und sozialen Dialog ebenso wie für die Finanzregulierung und Kapitalmarktunion zuständige Kommissionsvizepräsident Valdis Dombrovskis sagte: „Mit dieser Vereinbarung werden Investoren von zwei zuverlässigen Benchmarks profitieren, um ihre ehrgeizigen Klimastrategien fortzusetzen. Dies ist ein Meilenstein des Aktionsplans der Kommission zur Finanzierung eines nachhaltigen Wachstums und zur Neuausrichtung der Kapitalströme auf nachhaltige Investitionen.“

„Ich begrüße die erzielte Vereinbarung, die zeigt, dass unsere Agenda für nachhaltige Finanzierungen und unsere Ziele zum Aufbau einer stärkeren Kapitalmarktunion Hand in Hand gehen können. Die EU hält an ihren Ambitionen fest, Europa zu einem attraktiveren Ort für Investoren zu machen, indem sie hohe Offenlegungsstandards festlegt und den Weg für eine langfristige nachhaltige Investitionspolitik ebnet“, ergänzte Kommissar Jyrki Katainen, zuständig für Beschäftigung, Wachstum, Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit.

Die Vereinbarung schafft zwei neue Kategorien von kohlenstoffarmen Referenzwerten: einen Referenzwert für den Klimawandel und einen weiteren, der die Anlageportfolios mit dem Ziel des Übereinkommens von Paris in Einklang bringt, den globalen Temperaturanstieg auf 1,5 Grad über vorindustriellem Niveau zu begrenzen. Die heute vereinbarten Regeln, die von der Kommission im Mai 2018 erstmals vorgeschlagen wurden, unterstützen die Ziele der Kapitalmarktunion, die Finanzierung mit den Bedürfnissen der Wirtschaft und der EU-Agenda für nachhaltige Entwicklung zu verbinden.

Die Referenzwerte haben einen wichtigen Einfluss auf die Investitionsströme. Viele Anleger verlassen sich bei der Schaffung von Anlageprodukten, bei der Messung der Performance von Anlageprodukten und bei Anlagestrategien auf sie. Bei den beiden neuen Kategorien handelt es sich um freiwillige Labels, die die Wahl der Anleger orientieren sollen, die eine klimabewusste Anlagestrategie verfolgen wollen. Der Benchmark für den Klimawechsel wird eine kohlenstoffarme Alternative zu den üblichen Benchmarks darstellen: Der Benchmark, der sich an der Pariser Ausrichtung orientiert, wird nur Unternehmen umfassen, die nachweisen können, dass sie auf ein Ziel von 1,5 Grad ausgerichtet sind. Die neuen Labels sollen zusätzliche Garantien zur Vermeidung von „Greenwashing“ geben, d.h. dass Anleger durch irreführende oder unbegründete Behauptungen über den Umweltnutzen eines Benchmarks getäuscht werden.

Links zum Thema:

Sustainable finance: Commission welcomes agreement on a new generation of low-carbon benchmarks
Presseinformation der EU-Kommission vom 26.02.2019.

Aktionsplan: Finanzierung nachhaltigen Wachstums

Quelle dieser Informationen: EU-Nachrichten der Vertretung der EU-Kommission in Deutschland.