Magnus Brunner, Europäischer Kommissar für Inneres und Migration © Europäische Union, 2024, Quelle: EU-Kommission - Audiovisueller Dienst, Fotograf*in: Lukasz Kobus
26.02.2026 Brüssel. In einer neuen Agenda zur Verhütung und Bekämpfung von Terrorismus zeigt die EU-Kommission auf, wie Europa auf die sich wandelnden Bedrohungen durch Terrorismus und gewalttätigen Extremismus reagieren kann. EU-Kommissar Magnus Brunner, zuständig für Inneres und Migration, erklärte: „Die Sicherheit der Europäerinnen und Europäer hat für uns höchste Priorität. Da terroristische Gruppen zunehmend versuchen, junge Menschen zu radikalisieren und den Online-Raum auszunutzen, müssen wir unsere Reaktion verstärken. Die ProtectEU-Agenda zur Verhütung und Bekämpfung des Terrorismus gibt unseren Weg vor – Anschläge verhindern, bevor sie geschehen, und entschlossen reagieren, wenn sie doch passieren. Das bedeutet, mit neuen Instrumenten zur Verfolgung von Finanzdaten dem Geldfluss nachzugehen, unsere Online-Reaktionsfähigkeit durch die rasche Entfernung terroristischer Inhalte zu stärken und unsere neuen digitalen Grenzmanagementsysteme voll auszuschöpfen, um Bedrohungen zu erkennen und zu stoppen, bevor sie unsere Gemeinschaften erreichen.“
In der Agenda schlägt die Kommission vor, die Vorausschau und Widerstandsfähigkeit der EU zu stärken, die Sicherheit der Menschen online und offline zu verbessern und die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern zu intensivieren.
Sechs Schlüsselbereiche zur Terrorismusbekämpfung
Die Agenda enthält Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele in sechs Schlüsselbereichen.
- Bedrohungen antizipieren: Sicherheit hängt von der Fähigkeit ab, Gefahren frühzeitig zu erkennen. Die Agenda schlägt Maßnahmen zur Verbesserung der Lageerkennung und zur Früherkennung aufkommender Bedrohungen vor.
- Radikalisierung verhindern: Die Prävention von Radikalisierung bleibt die wirksamste langfristige Strategie. Die Agenda schlägt Maßnahmen zur Stärkung der Frühprävention und maßgeschneiderte Instrumente für die am stärksten gefährdeten Personen vor.
- Menschen online schützen: Die Kommission wird eine Überarbeitung der Verordnung über terroristische Inhalte im Internet erwägen, die freiwillige Zusammenarbeit mit Online-Diensteanbietern über das EU-Internetforum verstärken und das EU-Krisenprotokoll zu einem EU-Rahmen für die Reaktion auf Online-Krisen ausbauen.
- Menschen in der physischen Umgebung schützen: Die Agenda zielt darauf ab, die Sicherheit von Menschen, öffentlichen Räumen und kritischen Infrastrukturen vor Terroranschlägen zu erhöhen.
- Auf Bedrohungen und Anschläge reagieren: Eine rasche und wirksame Reaktion auf terroristische Bedrohungen und Anschläge erfordert eine enge Zusammenarbeit der Strafverfolgungs- und Justizbehörden, einschließlich einer verstärkten Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung und des potenziellen Missbrauchs von EU-Mitteln zur Förderung von Extremismus und Terrorismus.
- Mit internationalen Partnern zusammenarbeiten: Eine verstärkte globale Zusammenarbeit mit vertrauenswürdigen Partnerländern ist unerlässlich, um den Kampf gegen den Terrorismus zu intensivieren.
Links zum Thema:
ProtectEU: Agenda zur Verhütung und Bekämpfung des Terrorismus
Europäische Strategie der inneren Sicherheit
EU-Agenda zur Terrorismusbekämpfung 2020
Quelle dieser Informationen: EU-Nachrichten der Vertretung der EU-Kommission in Deutschland
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