Regionalministerin Birgit Honé eröffnet Veranstaltung „Meet up – Soziale Innovation in Niedersachsen“ © Niedersächsisches Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, 2018

PresseInformation des Niedersächsischen Ministeriums für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung vom 19.02.2020.

HANNOVER. Mehr als 170 Gäste nahmen am (heutigen) Mittwoch an der Veranstaltung „Meet up – Soziale Innovation in Niedersachsen“ in Hannover teil. Birgit Honé, Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, erklärte in ihrer Begrüßung: „Ich bin überzeugt, dass wir den Herausforderungen unserer Zeit gerade in einem Flächenland wie Niedersachsen mit kreativen, oftmals ungeahnt wirkungsvollen Lösungsansätzen besser begegnen können. Genau das ermöglichen wir mit unserer Richtlinie ‘Soziale Innovation‘, mit der wir ein Experimentierfeld geschaffen haben, auf dem unterschiedlichste Akteurinnen und Akteure neue Wege und Lösungsansätze in den Bereichen Daseinsvorsorge und Arbeitswelt erproben können.“

Die Landesregierung hat die Richtlinie 2015 geschaffen und fördert seit 2016 soziale Innovationen in ganz Niedersachsen. Insgesamt sind seither 145 Interessensbekundungen eingegangen, aus denen einschließlich der laufenden Runde 57 Projekte ausgewählt wurden und über die Richtlinie gefördert werden. Ministerin Honé: „Was für uns als Experiment begann, hat sich mittlerweile zu einem stark nachgefragten Förderinstrument entwickelt, das lange deutschlandweit einzigartig war. Inzwischen hat es erste Nachahmer gefunden. Selbst Brüssel interessiert sich für unseren Ansatz. Für die kommende EU-Förderperiode ab 2021 hat die EU-Kommission der sozialen Innovation einen deutlich höheren Stellenwert eingeräumt. Es darf uns alle also auch ein wenig stolz machen, dass Niedersachsen hier Impulsgeber ist.“

Mit der Veranstaltung im Designcenter der Hochschule Hannover wolle das Ministerium an den Erfolgen anknüpfen und ihn verstetigen, so die Ministerin. „Mitmachen, austauschen und netzwerken – das ist das Motto für heute. Wir wollen aber auch gemeinsam mit Ihnen gucken, wie wir die Unterstützung und Förderung sozialer Innovationen künftig noch besser gestalten können. Das Nachahmen erfolgreich erprobter Projekte ist ausdrücklich erwünscht!“

Hintergrund:

2015 hat die Landesregierung mit der Richtlinie „Soziale Innovation“ eine Möglichkeit geschaffen, Modellprojekte zu den Themenfeldern Daseinsvorsorge und Arbeitswelt zu fördern. Es sollen keine technischen, sondern sozial-innovative Ansätze entwickelt und erprobt werden, die zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen und zur Deckung regionaler Bedarfe beitragen. Konkret geht es um Projekte zur Anpassung an den Wandel im Bereich der Arbeitswelt durch veränderte Anforderungen und Bedarfe der Beteiligten sowie Projekte zur Sicherung und Verbesserung des Zugangs zu Sozial- und Gesundheits-dienstleistungen im Rahmen der Regionalen Daseinsvorsorge.
Seit 2016 gingen in fünf Aufrufen 145 Interessensbekundungen ein, aus denen einschließlich der laufenden Runde 57 Projekte ausgewählt wurden und über die Richtlinie gefördert werden. Insgesamt stehen in der Förderperiode 2014-2020 zur Umsetzung der Richtlinie zwölf Millionen Euro Fördermittel aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) zur Verfügung.