Hadja Lahbib, Europäische Kommissarin für Gleichstellung, Vorsorge und Krisenmanagement.
Fotografin: Kena Betancur © Europäische Union, 2025, EC – Audiovisuelle Dienste*
9.03.2026 Brüssel. Zwei direkt von der Europäischen Kommission gecharterte Rückführungsflüge sind sicher in Rumänien gelandet. Die beiden Flüge brachten 356 europäische Bürgerinnen und Bürger, die im Nahen Osten gestrandet waren, von Oman nach Rumänien zurück. Hadja Lahbib, EU-Kommissarin für Krisenvorsorge und -management sowie Gleichberechtigung, sagte: „Wenn eine Krise auftritt, ist Europa für seine Bürgerinnen und Bürger da. Wenn die nationalen Kapazitäten an ihre Grenzen stoßen, wird die EU mit großer Unterstützung tätig. Zum ersten Mal befinden sich die rescEU-Flugzeuge im Luftraum, um die im Nahen Osten festsitzenden europäischen Bürgerinnen und Bürger zurückzuholen. Unser Katastrophenschutzverfahren ist Tag und Nacht im Einsatz, um die europäischen Bürgerinnen und Bürger nach Hause zu bringen. Europa steht in Krisenzeiten zusammen.“
Meilenstein bei der Erweiterung des EU-Katastrophenschutzverfahrens
Zum ersten Mal hat die Kommission auf Ersuchen der rumänischen Behörden ihre eigenen rescEU-Transport- und Logistikkapazitäten mobilisiert. Diese Operation ist ein wichtiger Meilenstein bei der Erweiterung der Reaktionsinstrumente des EU-Katastrophenschutzverfahrens (UCPM). RescEU-Kapazitäten wurden vom EU-Zentrum für die Koordination von Notfallmaßnahmen (ERCC) bereitgestellt. Wenn keine EU-Mitgliedstaaten und Teilnehmerstaaten des UCPM nach einem Hilfeersuchen Transportkapazitäten anbieten können, kann rescEU mobilisiert werden. Sie bietet eine zusätzliche Ebene der EU-Unterstützung, wenn keine nationalen Kapazitäten zur Verfügung stehen.
Weitere Rückholflüge sind geplant
Über diese rescEU-Flüge hinaus hat die EU bisher 42 Flüge unterstützt und mehr als 4100 europäische Bürgerinnen und Bürger sicher nach Belgien, Bulgarien, Tschechien, Italien, Zypern, Lettland, Litauen, Luxemburg, den Niederlanden, Österreich, Portugal, Rumänien, der Slowakei und Schweden zurückgebracht.
In den kommenden Tagen sind weitere Flüge geplant, da insgesamt 23 Länder um EU-Hilfe gebeten haben: Belgien, Bulgarien, Tschechien, Estland, Irland, Frankreich, Italien, Zypern, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Slowenien, Slowakei, Finnland, Schweden, Bosnien und Herzegowina und Montenegro. Die Kommission ist in Abstimmung mit dem Europäischen Auswärtigen Dienst und den EU-Delegationen vor Ort voll mobilisiert, um die Rückführungen zu unterstützen, und steht in dieser Frage weiterhin mit den EU-Delegationen und den Konsularbehörden der Mitgliedstaaten in der Region in Kontakt.
Links zum Thema:
Erklärvideo des Sprecherdienstes zur Rückholaktion
Erklärvideo in den sozialen Medien zur Rückholaktion
Pressemitteilung: Kommission koordiniert Rückholflüge aus dem Nahen Osten
Gemeinsame Erklärung von Präsidentin von der Leyen und Präsident Costa zu den Entwicklungen im Iran
Quelle: Quelle dieser Informationen: EU-Nachrichten der Vertretung der EU-Kommission in Deutschland
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