• Startseite
  • Treffen in Malta: Migrationskommissar Avramopoulus betont gemeinsame Verantwortung aller Mitgliedstaaten
Treffen in Malta: Migrationskommissar Avramopoulus betont gemeinsame Verantwortung aller Mitgliedstaaten © Europäische Union, 2019, Quelle: EU-Kommission - Audiovisueller Dienst, Fotograf*in: Ben Borg Cardona

24.09.2019 Bürrsel/Malta. EU-Migrationskommissar Dimitris Avramopoulos hat die gestern in Malta erzielten Fortschritte für eine vorübergehende Regelung für die Aufnahme von aus Seenot geretteten Migranten begrüßt. “Ich möchte den Ministern aus Finnland, Italien, Deutschland und Frankreich, für ihre Bemühungen und ihre Bereitschaft danken, tragfähige, praktische Lösungen zu finden, um im Geiste der Solidarität gemeinsam auf die Herausforderungen der Migration zu reagieren. Wir sind uns einig, dass der derzeitige Ad-hoc-Ansatz einfach nicht nachhaltig ist”, so Avramopoulos gestern (Montag) nach dem Treffen.

“Ich fordere nun alle Mitgliedstaaten auf, sich uns bei unserer Arbeit zur Schaffung eines berechenbareren Solidaritätsmechanismus anzuschließen. Ich werde das mit allen meinen Kollegen im Rat der Innenminister Anfang nächsten Monats diskutieren. Dies ist eine Verantwortung für uns alle, und wir müssen sie gemeinsam angehen.”

Kommissar Avramopoulos betonte weiter: “Ich bleibe davon überzeugt, dass eine strukturelle und dauerhafte Lösung, die in das Gemeinsame Europäische Asylsystem eingebettet ist, nach wie vor notwendig und mittelfristig die einzig tragfähige Lösung ist. Zu diesem Zweck werden wir weiterhin Hand in Hand mit den Mitgliedstaaten und dem Europäischen Parlament zusammenarbeiten.”

Gestern hatten sich auf Initiative Maltas die Innenminister aus Deutschland, Italien, Frankreich, Malta und Finnland getroffen, um über einen europäischen Mechanismus für die Aufnahme von aus Seenot geretteten Migranten zu beraten. Weitere Einzelheiten sollen im Rahmen der Ratssitzung “Justiz und Inneres” am 7./8.10. Oktober erörtert werden.

Links zum Thema:

Statement von Kommissar Avramopoulos nach dem Treffen in Malta vom 23.09.2019

Quelle dieser Informationen: EU-Nachrichten der Vertretung der EU-Kommission in Deutschland.