28.11.2018 Brüssel/Hannover – Kommunikation, Landwirtschaft und die Überwachung von Natur- katastrophen oder die Rettung von Menschenleben auf See – ohne funktionierende Raumfahrttechnologien wäre das nicht möglich. Erfahren Sie mehr über die Weltraumpolitik der EU in unserer Infografik.

Die Mitglieder des Ausschusses für Industrie, Forschung und Energie haben am 21. November einen vom italienischen Abgeordneten Massimiliano Salini (EVP) verfassten Berichtsentwurf über die Aufstellung des Weltraumprogramms der EU und der Agentur der Europäischen Union für das Weltraumprogramm gebilligt. Das vorgeschlagene Budget von 16 Milliarden Euro für die Jahre 2021 bis 2027 deckt Programme wie GalileoCopernicus und die Initiative zur Weltraumlageerfassung (SSA) ab. Die Weltraumstrategie der EU hat Auswirkungen auf Unternehmen und Bürger.

„Ein moderner, sicherer, wettbewerbsfähiger, effizienter und nachhaltiger Verkehrssektor ist eng mit dem Raumfahrtsektor verbunden. Navigationssysteme und Erdbeobachtung verbessern die Leistung der Transportdienste, was auf globaler und europäischer Ebene viele Vorteile bringt“, erklärt Salini. “Durch ein effizienteres Verkehrsmanagement werden Emissionen verringert und das Problem des Klimawandels angegangen. Durch den verstärkten Einsatz von Drohnen werden Zustell- und Postdienste verbessert. Durch eine bessere Flugverfolgung werden Flugstornierungen und Lärm reduziert.”

Die Weltraumtechnologie ist für eine Reihe wichtiger Dienstleistungen, auf die die Europäerinnen und Europäer angewiesen sind, unverzichtbar. Und sie kann eine entscheidende Rolle dabei spielen, neue Herausforderungen wie den Klimawandel, die Grenzkontrollen und die Sicherheit zu bewältigen.

„Das neue Weltraumprogramm setzt auf Europa und zielt darauf ab, seine globale Führungsposition in den Bereichen Erdbeobachtung, Navigation und technologische Forschung zu stärken. Obwohl Europa derzeit die zweite Weltraummacht der Welt ist, müssen wir eine noch engere Zusammenarbeit fördern, wenn wir unsere Führungsrolle auch behalten wollen. Das ist vor allem in einem Umfeld, in dem traditionelle Weltraummächte sehr aktiv sind und gleichzeitig aber auch neue Akteure hinzukommen, die die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Raumfahrtindustrie zunehmend in Frage stellen, von großer Bedeutung“, so Salini.

 

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