© Europäische Gemeinschaften, 1996, Quelle: EU-Kommission - Audiovisueller Dienst
4.05.2026 Nikosia (dpa). EU-Staaten sollen Landwirte besser gegen Risiken wie Klimawandel,
Marktschwankungen und geopolitische Entwicklungen absichern. Die EU-Kommission
erwarte von jedem einzelnen Staat eine konkrete Strategie, sagte der Landwirtschafts-
kommissar der Europäischen Union, Christophe Hansen, nach Beratungen
mit den europäischen Agrarministern in Zypern. Diese sollen im Rahmen der nächsten
Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) vorgelegt werden. Zudem müssten Risiken bei
landwirtschaftlichen Entscheidungen berücksichtigt werden.
Bei dem informellen Treffen tauschten sich die Politiker über die Lage in der Landwirtschaft
aus; rechtlich verbindliche Beschlüsse konnten dort nicht gefasst werden.
Umstrukturierung der Agrarpolitik
Die EU-Kommission will die GAP ab 2028 grundlegend umstrukturieren. Statt vieler Töpfe für
die GAP und die Strukturförderung soll es demnach künftig nur noch einen großen Fonds
geben. Für Mittel daraus soll nach dem Willen der Kommission jeder EU-Staat einen
sogenannten Nationalen Reform- und Investitionsplan vorlegen. Darin soll das Land zeigen,
welche Reformen und Investitionen es zwischen 2028 und 2034 umsetzen und wofür es EUGelder verwenden will.
Die Vorschläge sind umstritten: Einerseits wird begrüßt, dass Staaten individueller planen
können, andererseits werden größere regionale Unterschiede und niedrigere
Umweltschutzstandards befürchtet. Die Haushaltsverhandlungen unter den EU-Staaten und
mit dem Europäischen Parlament dürften lang und hart werden; angestrebt wird ein
Abschluss bis Jahresende.
Quelle dieser Information: Der Abdruck dieser Nachricht erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Deutschen Presse-Agentur (dpa).
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