EU gibt 235 Millionen Euro für humanitäre Hilfe in Afrika © Europäische Union, 2018, Quelle: EU-Kommission - Audiovisueller Dienst, Fotograf*in: Mauro Bottaro

23.04.2026 Brüssel (dpa). Die Europäische Kommission stellt 235 Millionen Euro an humanitärer Hilfe
für Menschen in West- und Zentralafrika bereit. Das Geld solle den von Ernährungskrisen,
Kriegen und Konflikten gebeutelten Bevölkerungen in den Regionen zugutekommen, teilte
die Brüsseler Behörde mit.

Der Tschad enthält durch das Hilfspaket demnach mehr als 72 Millionen Euro – davon
entfallen 60,8 Millionen Euro auf die Versorgung von Sudanesen, die vor dem Bürgerkrieg in
ihrer Heimat geflohen sind. Insgesamt hat der Tschad seit April 2023 laut EU-Kommission
rund 919.000 sudanesische Flüchtlinge und knapp 390.000 tschadische Rückkehrer
aufgenommen.

EU: Etwa 35 Millionen Nigerianer auf Hilfe angewiesen
Besondere Unterstützung ist in dem Paket für die Hungerkrisen auf dem Kontinent
vorgesehen. Für die Länder des zentralen Sahel, wo mehr als 12,4 Millionen Menschen auf
Unterstützung angewiesen seien, sind 75 Millionen Euro vorgesehen. Nigeria erhält 33
Millionen Euro, unter anderem wegen der nach Angaben der Kommission schlimmsten
Ernährungskrise seit Jahren: Fast 35 Millionen Nigerianer seien auf Nahrungsmittelhilfe
angewiesen, 6,4 Millionen Kinder litten an akuter Unterernährung. Etwa ein Drittel dieser
Kinder schwebe in Lebensgefahr.

Weitere Mittel gehen an die Zentralafrikanische Republik (22 Millionen Euro), Kamerun (16,6
Millionen Euro) sowie Mauretanien (4,8 Millionen Euro), das allein über 400.000
Asylsuchende beherbergt. Für Küstenstaaten wie Benin, Elfenbeinküste, Ghana und Togo
sind mehr als 6 Millionen Euro eingeplant.


Quelle dieser Information: Der Abdruck dieser Nachricht erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Deutschen Presse-Agentur (dpa).