EU-Kommission: Google soll Daten mit Konkurrenz teilen © Europäische Gemeinschaften, 1996, Quelle: EU-Kommission - Audiovisueller Dienst

16.04.2026 Brüssel (dpa). Google muss nach Ansicht der Europäischen Kommission mehr Daten mit
der Konkurrenz teilen. Die Brüsseler Behörde legte Vorschläge vor, wie der US-Konzern nach den EU-Wettbewerbsregeln für Online-Riesen vorgehen sollte. Ziel ist es, kleineren Suchmaschinen und auch KI-Chatbots zu ermöglichen, die dominierende Marktstellung von Google anzufechten, wie die EU-Kommission mitteilte.

 

Konkret geht es demnach um Daten zu Suchanfragen, Rangfolgen in den Ergebnissen sowie
Klick- und Nutzungsverhalten. Diese sollten Drittanbietern zu fairen Bedingungen zur
Verfügung gestellt werden, heißt es. Die Wettbewerbshüter in Brüssel legten dabei auch fest,
was Google teilen muss.

Internetnutzer sollen echte Google-Alternative haben
Es geht nach Angaben der EU-Kommission auch um die Berechtigung von anderen KIChatbots, auf die Daten der führenden Suchmaschine zugreifen zu dürfen. Dadurch sollen
Wettbewerber in die Lage versetzt werden, Nutzerinnen und Nutzern eine echte Alternative
zur Google-Suche anzubieten.

Die Vorgaben basieren auf dem Gesetz über digitale Märkte (Digital Markets Act – DMA), mit
dem die EU die Macht großer Online-Plattformen begrenzen will. Google gehört zu den
sogenannten Gatekeepern («Torwächtern»), die wegen ihrer dominanten Stellung
besonderen Regeln unterliegen.

Der US-Konzern und auch konkurrierende Unternehmen können nun Gegenvorschläge
machen, die Brüssel berücksichtigen will. Sollte sich keine Einigung mit Google finden,
könnte aber auch ein Verfahren wegen DMA-Verstößen drohen und die EU letztendlich
empfindliche Strafen verhängen.

Quelle dieser Information: Der Abdruck dieser Nachricht erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Deutschen Presse-Agentur (dpa).