© Europäische Union, 2018, Quelle: EU-Kommission - Audiovisueller Dienst, Fotograf*in: Mauro Bottaro
19.05.2026 Straßburg (dpa). Das Europäische
Parlament hat schärfere Regeln zum Schutz der
Stahlindustrie vor billiger Konkurrenz aus Ländern
wie China beschlossen. Eine Mehrheit der
Abgeordneten stimmte in Straßburg dafür, dass
deutlich weniger Stahl zollfrei in die EU
eingeführt werden darf und darüber hinausgehende
Importe mit einem höheren Strafzoll als
bisher belegt werden. Die Neuregelung war zuvor
mit den Mitgliedstaaten ausgehandelt
worden, nun folgte mit der Abstimmung die
formale Annahme des Kompromisses.
Besonders aus China, Indien und der Türkei importierter günstiger Stahl macht den
europäischen Herstellern zu schaffen. Mit den neuen Regeln will die EU den europäischen
Markt vor globaler Überproduktion schützen. Es geht auch darum, Arbeitsplätze zu sichern.
Die aktuellen Regelungen laufen zum 30. Juni aus. Nach den neuen Vorgaben wird die
zollfreie Einfuhrmenge auf 18,3 Millionen Tonnen pro Jahr begrenzt. Das sind etwa 47
Prozent weniger als bisher. Mengen, die diese Grenze überschreiten, sollen mit einem
Strafzoll von 50 Prozent belegt werden, doppelt so viel wie bisher.
Damit die neuen Regeln in Kraft treten können, müssen die Mitgliedstaaten noch formell
zustimmen.
Quelle dieser Information: Der Abdruck dieser Nachricht erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Deutschen Presse-Agentur (dpa).
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