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Kommission unterstützt Netzwerk für klinische Forschung zur Behandlung von COVID-19 und gibt Empfehlungen für Teststrategien © Europäische Union, 2020, Quelle: EU-Kommission - Audiovisueller Dienst, Fotograf*in: Matthieu Rondel

18.09.2020 Brüssel. Die Europäische Kommission wird die neue Forschungsinitiative EU-RESPONSE mit 15,7 Millionen Euro unterstützen. Sie soll ein klinisches Forschungsnetz zur Behandlung von COVID-19 und anderen neu auftretenden Infektionskrankheiten einrichten. Die Mittel sind Teil der von der Kommission zugesagten 1 Milliarde Euro in der Coronavirusforschung aus dem Forschungsprogramm Horizont 2020, die für die Entwicklung von Impfstoffen, neuen Behandlungsmethoden und Diagnoseinstrumenten zur Verhinderung der Ausbreitung des Virus bereitgestellt werden sollen. Zudem hat die Europäische Kommission heute (Freitag) eine Reihe an Empfehlungen für eine einheitliche Strategie für COVID-19-Tests in der EU veröffentlicht. Darin werden konkrete Einzelmaßnahmen aufgeführt, um die Mitgliedstaaten bei der Planung und Organisation ihrer nationalen Testbemühungen zu unterstützen. Die Empfehlungen folgen auf die Mitteilung vom 15. Juli über die kurzfristige Vorsorgemaßnahmen der EU im Gesundheitsbereich.

Zur neuen Initiative EU-RESPONSE sagte EU-Forschungskommissarin Mariya Gabriel: „EU-RESPONSE ist ein großer Schritt in Richtung gesamteuropäischer klinischer Studien, die nicht nur den Umfang haben, der erforderlich ist, um potenzielle Behandlungen schnell bewerten zu können, sondern die auch schnell angepasst werden können, wenn neue Informationen und Ideen aufkommen. Dieses EU-Netzwerk für klinische Studien wird Europa ab sofort beim Kampf gegen COVID-19 unterstützen und uns Schnelligkeit, Skalierungsmöglichkeiten und Solidarität bei der Vorbereitung auf zukünftige Bedrohungen bieten.“

Das EU-RESPONSE-Konsortium unter der Leitung des Institut National de la Santé et de la Recherche Médicale (INSERM) vereint 21 Partner mit Forschungskapazitäten von Weltklasse aus 13 EU-Ländern, Norwegen, der Schweiz und der Türkei. Das Projekt ergänzt weitere der von der EU finanzierten Forschungs- und Innovationsmaßnahmen und ergänzt die Politik und Aktivitäten im Bereich der öffentlichen Gesundheit, die die Kommission mit den Mitgliedstaaten koordiniert.

Zudem hat die Kommission Empfehlungen für Corona-Teststrategien veröffentlicht. Dazu sagte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides: „Insbesondere vor dem Hintergrund der bevorstehenden Grippesaison, in der die Zahl der Menschen mit COVID-19-ähnlichen Symptomen voraussichtlich exponentiell ansteigen wird, ist es von entscheidender Bedeutung, dass die Länder wirksame und robuste Teststrategien umsetzen. Die Empfehlungen bieten praktische Leitlinien und Instrumente, die eine Früherkennung infektiöser Personen ermöglichen und eine klare Vorstellung von den Infektionsraten und der Übertragung innerhalb der Bevölkerung vermitteln. Tests und die Rückverfolgung von Kontakten sind wesentliche Aspekte, um sicherzustellen, dass die weitere Verbreitung des Virus auf ein Minimum beschränkt wird.“

Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) hat heute ebenfalls einen Bericht über die Teststrategien und -ziele von COVID-19 veröffentlicht, der hier verfügbar ist.

Links zum Thema:

The Commission publishes recommendations for a common EU testing approach for COVID-19
Nachricht der EU-Kommission vom 18.09.2020.

Quelle dieser Informationen: EU-Nachrichten der Vertretung der EU-Kommission in Deutschland.