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Lorenzo-Natali-Medienpreis für Qualitätsjournalismus geht 2020 unter anderem an Dayu Zhang für einen Bericht über Proteste in Honkong im Jahr 2019 © Europäische Union, 2018, Quelle: EU-Kommission - Audiovisueller Dienst, Fotograf*in: Mauro Bottaro

15.07.2020 Brüssel. Die Europäische Kommission hat heute (Mittwoch) die Gewinner des Lorenzo-Natali-Medienpreises 2020 bekannt gegeben: Dayu Zhang von der “South China Morning Post”, Cécile Schilis Gallego und Marion Guegan von “Forbidden Stories” und Shola Lawal von der “Equal Times”. Der Preis ist seit fast drei Jahrzehnten eine Auszeichnung für Qualitätsjournalismus mit Fokus auf ausdrucksstarken Berichten. Er soll betonen, welch wichtige Rolle der Journalismus beim Aufbau offener, demokratischer Gesellschaften spielt.

Jutta Urpilainen‚ EU-Kommissarin für internationale Partnerschaften, erklärte dazu: “Mit dem Lorenzo-Natali-Medienpreis wird Qualitätsjournalismus mit Schwerpunkt auf nachhaltiger Entwicklung gefeiert. Ich bin erfreut, zu sehen, wie viele talentierte Journalistinnen und Journalisten dieses Jahr teilgenommen haben. Dieses wachsende Interesse zeigt, welch wichtige Rolle der Journalismus beim Aufbau offener, demokratischer Gesellschaften spielt. Indem wir ihre Berichte ins Licht rücken, können wir gemeinsam eine bessere Welt schaffen.”

Die Preisverleihung, die in der Regel im Rahmen der Europäischen Entwicklungstage stattfindet, wird später in diesem Jahr durchgeführt werden. Details hierzu werden noch bekanntgegeben.

Die Preisträger 2020, die von einer Jury aus mehr als 800 Beiträgen aus 94 verschiedenen Ländern ausgewählt wurden, sind:

Großer Preis

“The ‘thin yellow line’ standing between Hong Kong police and protestors” (Der “schmale gelbe Grat” zwischen der Honkonger Polizei und den Demonstranten)

Dayu Zhang von der South China Morning Post

Für seinen Bericht über die Proteste in Honkong im Jahr 2019 aus der Perspektive einer Gruppe, die versuchte, die Spannungen zwischen Demonstranten und Polizei zu mildern.

Europa-Preis

“Mines’ dirty secrets echo on three continents” (Die schmutzigen Geheimnisse und ihr Echo auf drei Kontinenten)

Cécile Schilis Gallego und Marion Guegan von “Forbidden Stories”

Für ihre Recherche über Feindseligkeit gegenüber Journalisten, die weltweit über Bergbau berichten.

Preis “Bester Jungjournalist”

“For African migrants trying, and dying, to reach North America, the Darién Gap is the ‘New Mediterranean'” (Das tödliche Tapón del Darién als “neues Mittelmeer” für afrikanische Migranten auf dem Weg nach Nordamerika)

Shola Lawal von der Equal Times

Für ihr Exposé zu den Gefahren, denen “Extrakontinentalmigranten” auf der Reise von Afrika nach Nordamerika ausgesetzt sind.

Hintergrund

Der 1992 ins Leben gerufene Lorenzo-Natali-Preis der Europäischen Kommission wird im Gedenken an Lorenzo Natali, einem früheren EU-Kommissar für Entwicklung und entschiedenen Verfechter der freien Meinungsäußerung, der Demokratie, der Menschenrechte und der Entwicklungspolitik, verliehen. Mit dem Preis werden herausragende Beiträge bei der Berichterstattung über Fragen der nachhaltigen Entwicklung ausgezeichnet.

Die drei Kategorien des Preises im Jahr 2020 waren:

  • Großer Preis: Berichte, die von einer Medienstelle mit Sitz in einem der Partnerländer der Europäischen Union veröffentlicht wurden.
  • Europa-Preis: Berichte, die von einer Medienstelle mit Sitz in der Europäischen Union veröffentlicht wurden.
  • Preis “Bester Jungjournalist”: Berichte von Journalistinnen oder Journalisten unter 30 Jahren, die von einer Medienstelle mit Sitz in der Europäischen Union oder einem ihrer Partnerländer veröffentlicht wurden.

Links zum Thema:

Website des Lorenzo-Natali-Medienpreis

Generaldirektion Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung

Quelle dieser Informationen: EU-Nachrichten der Vertretung der EU-Kommission in Deutschland.