Bericht: EU-Maßnahmen helfen gegen unlautere Handelspraktiken © Europäische Union, 2017, Quelle: EU-Kommission - Audiovisueller Dienst, Fotograf*in: Mauro Bottaro

04.05.2020 Brüssel. Ein heute (Montag) von der Europäischen Kommission veröffentlichter Bericht für das Jahr 2019 zeigt, dass handelspolitische Schutzmaßnahmen der EU dazu beigetragen, unlautere internationale Handelspraktiken einzudämmen. Die von der Kommission eingeführten Antidumping-, Antisubventions- oder Schutzzölle führen im Durchschnitt zu einem Rückgang der unfairen Einfuhren um 80 Prozent. Durch die Maßnahmen der EU konnten weitere 23.000 Arbeitsplätze geschützt werden.

EU-Handelskommissar Phil Hogan erklärte dazu: “Ein starker und wirksamer Handelsschutz ist von entscheidender Bedeutung, wenn es darum geht, unsere Unternehmen vor unlauteren Handelspraktiken zu schützen und für ein vielfältiges Angebot zu sorgen. Faire Marktbedingungen für unsere Unternehmen zu sichern, wird in der Erholungsphase nach der Coronakrise noch wichtiger sein.

Durch Importe vergrößert sich für die Verbraucher und Unternehmen die Auswahl – und das zu wettbewerbsfähigen Preisen. Wir müssen aber auch gewährleisten, dass die Einfuhren unter fairen Bedingungen ohne Dumping oder Subventionierung nach Europa gelangen und dass wir nicht in eine übermäßige Abhängigkeit geraten. Deshalb freue ich mich, dass das bisherige System funktioniert und dass die Reformen der letzten Jahre Früchte tragen.”

Auszüge aus dem Bericht:

Die EU entfaltet nach wie vor eine rege Tätigkeit zum Schutz unseres Handels: Im Jahr 2019 leitete die Kommission 16 Untersuchungen ein (2018 waren es 10) und verhängte 12 neue Maßnahmen (gegenüber 6 im Jahr 2018). Dank intensiver Überprüfungen der geltenden Maßnahmen wurden 18 Auslaufüberprüfungen – und damit 11 mehr als 2018 – abgeschlossen.

Ende 2019 galten in der EU 140 handelspolitische Schutzmaßnahmen (5 Prozent mehr als im Jahr davor), nämlich 121 Antidumping-, 16 Antisubventions- und 3 Schutzmaßnahmen. Die meisten handelspolitischen Schutzmaßnahmen der EU betreffen Importe aus Ländern wie China (93 der geltenden Antidumping- und Antisubventionsmaßnahmen), Russland (10 Maßnahmen), Indien (7 Maßnahmen) und den USA (6 Maßnahmen).

Die handelspolitischen Schutzmaßnahmen der EU sind bei der Eindämmung unfairer Importe nachhaltig wirksam: In der EU können Hersteller daher ihre Tätigkeit aufrechterhalten, und die Abnehmer der betroffenen Waren haben weiterhin die Wahl zwischen verschiedenen Bezugsquellen.

Links zum Thema:

Handelsschutzbericht: Wiederherstellung gleicher Wettbewerbsbedingungen für die europäischen Produzenten
Presseinformation der EU-Kommission vom 04.05.2020.

Der Handelsschutzbericht der EU 2019

Ergänzung des Berichts (Arbeitsunterlage der Kommissionsdienststellen)

Quelle dieser Informationen: EU-Nachrichten der Vertretung der EU-Kommission in Deutschland